ndion Podcast

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Der Podcast zu Design, Marke und Innovation

Antje von Dewitz: "Nachhaltigkeit ist eine moderne Business-Disziplin."

Antje von Dewitz: "Nachhaltigkeit ist eine moderne Business-Disziplin."

Antje von Dewitz übernahm 2009 die Geschäftsführung des Familienunternehmens VAUDE, einem der erfolgreichsten Outdoor-Ausrüster mit Sitz im baden-württembergischen Tettnang.
Die promovierte Wirtschaftswissenschaftlerin hat das Unternehmen sukzessive auf nachhaltige Produktion umgestellt. Zahlreiche Auszeichnungen und Siegel bestätigen dieses außerordentliche Engagement, das auch kritischen Instanzen wie Greenpeace oder WWF standhält.

Im Gespräch mit Jörg Thadeusz beschreibt Antje von Dewitz ihre Hürden und Herausforderungen auf dem Weg zu einer nachhaltigen Organisation und warum es sich lohnt, es mit ihnen aufzunehmen. Sie erzählt ganz persönlich über ihre Träume und Familie, wie sie in das Unternehmen hineingewachsen ist und es schafft, in kleinen Schritten die Zielkonflikte zu meistern. Und davon, wie es VAUDE gelungen ist, den Anteil an Frauen in Führungsaufgaben zu erhöhen.

Ein Gespräch über unternehmerische Verantwortung, Unternehmenskultur und das Innovationspotential, das in Einschränkungen liegen kann.

Philipp Thesen und Marko Thorhauer über Experience Design bei IBM ix

Marko Thorhauer ist Executive Creative Director der Digitalagentur IBM ix und Design Principal im globalen Design Leadership Team von IBM. Das 120-köpfige Team von IBM ix in Berlin erarbeitet für Kunden unterschiedlicher Branchen bis hin zu Ministerien und Public Services digitale Lösungen und Services wie zum Beispiel den digitalen Impfpass.

Im Gespräch mit Philipp Thesen erfahren wir, warum Experience Design im digitalen Kontext immer wichtiger wird und was es braucht, um großartige digitale Customer Experiences zu gestalten. Ein Gespräch über Rollen im Design, neue Skillsets, Toolchains und das Arbeiten in agilen Projekten sowie über die Herausforderung für Unternehmen, die richtigen Designer zu finden. Und darüber, dass es nie bessere Zeiten gab für Designer, etwas mit Purpose zu gestalten.

Show vs. Business – Bionik bei Festo

Riesige, silbern schimmernde Quallen tanzen in drei Metern Höhe ein präzises technisches Ballett in der Luft. Die AirJelly ist eine der vielen bionischen Innovationen von Festo (Automatisierung und Steuerungstechnik), die die Welt in den letzten Jahrzehnten fasziniert haben. Zur Zeit befasst sich das Labor mit Robotern, die Schwalben nachempfunden sind.

In diesem Podcast spricht Moritz Rose mit zwei leitenden Designern und Innovatoren von Festo: Philipp Eberl ist Head of Global Design und Dr. Elias Knubben ist Vice President Research & Innovation.
Die beiden erklären, wie sie es schaffen, mit ihren Aufsehen erregenden bionischen Konzepten Emotionalität in das Thema Technik zu bringen, wie die Konzepte zustande kommen und wie der Designprozess abläuft.

Philipp Thesen und Jenny Moosbrugger: "Den Bias aus den Daten rausholen"

Jennifer Moosbrugger ist Industriedesignerin und Head of UX-driven AI bei Siemens Digital Industry. Sie promoviert zum Thema Design und KI und beschäftigt sich mit der Frage, welchen Beitrag Design in der KI-Entwicklung in der Industrie leisten kann. Ein Gespräch über Design im Spannungsfeld von Mensch, Technologie und Business und über die Relevanz von Design in der KI-Entwicklung.

Der digitale Wandel verändert unsere Welt. Der Aufstieg der künstlichen Intelligenz bringt nicht nur neue Geschäftsmodelle, Produkte und Dienstleistungen hervor, sondern er verändert letztlich auch unser gesamtes Leben. Bisher unvorstellbare technologische Möglichkeiten zeichnen sich ab – oder sind bereits verfügbar. Wie kann Design dazu beitragen, diese neuen Technologien lebenswert zu gestalten und zu einer besseren Zukunft beizutragen? Welche Aktivitäten werden in diesem Feld in Deutschlands größtem Industriekonzern Siemens gestartet? Ein Gespräch über Technologie und Zukunft, Ängste und Heilsversprechen, Gestaltungserfolge und über Mut.

Philipp Thesen im Gespräch mit Holger Grünwald, Managing Director der Neugelb Studios

Die digitale Transformation zwingt Unternehmen aus allen Branchen, Digitalisierungspotenziale zu erkennen und zu nutzen und ihre Geschäftsmodelle neu zu befragen. Das hat weitreichende Auswirkungen auf das Innovationsmanagement, und das Design spielt darin eine elementare Rolle. Wie gehen Unternehmen unterschiedlicher Branchen damit um?
Der Erfolg von Design im Unternehmen hängt entscheidend vom Bauplan seiner Implementierung ab, weiß Philipp Thesen, Strategieberater und ehemaliger Designchef der Deutschen Telekom. In dieser Podcast-Folge spricht er mit Holger Grünwald, Managing Director von Neugelb Studios, über den Weg, den die Commerzbank mit der Agentur Neugelb eingeschlagen hat.

Über Tiefgang und scheue Rehe: Produktdesigner Nils Holger Moormann.

Nils Holger Moormann ist eine Marke für sich unter den Möbelmachern. Als Branchenfremder über Umwege zum Design gekommen, gelang es ihm, gemeinsam mit namhaften Designern wie Axel Kufus und Konstantin Grcic Möbel zu entwickeln, die fast alle wichtigen Preise abgeräumt haben, die man im Design gewinnen kann, und die trotz oder wegen einer gewissen Exzentrik jede Mode überdauern. Ihre Markenformel lässt sich mit drei Worten beschreiben: Maximal reduziert, konstruktiv und immer mit Charakter.

Als angehender Jurist verdankte Nils Holger Moormann einem Zufall seine erste Initiation ins Thema Design: Auf der gemeinsamen Autofahrt mit einem Innenarchitekten, der per Anhalter durch die Republik reiste, entdeckte Nils Holger Moormann den Tiefgang guten Produktdesigns und darüber seine eigene Leidenschaft für Ästhetik. 1984 gründete er mit kaum mehr Hintergrund als einem scharfen Auge für Materialien und Details seine Firma und vernetzte sich nach und nach mit der damals überschaubaren Designwelt, auf der Suche nach guten Designern und Partnern für die eigenen Ideen. Den ersten großen Erfolg schrieb er mit dem Regalbausystem FNP (= Flächennutzungsplan) von Designer Axel Kufus. Es steht exemplarisch für Moormanns Überzeugungen: Möbelentwürfe, die die Zeit und jeden Umzug überdauern, Perfektion bis ins Detail, nachhaltig produziert mit lokalen Partnern.
Im Who is Who der von Moormann verlegten Designer lassen sich noch weitere namhafte deutscher Designer entdecken:

Im Podcast mit Jörg Thadeusz erzählt Moormann von Chaotentum, der Kraft der Neugier und worauf es bei Design ankommt.

Eva Marguerre und Marcel Besau: "Wir haben das Bild des White Cube umgekehrt."

Eva Marguerre und Marcel Besau gehören zu den Shooting Stars der deutschen Interior-Design-Szene. Spätestens mit der Inneneinrichtung der Elbphilharmonie haben sie sich in die ersten Ränge des deutschen Designs gespielt.

Das Designduo, das seit 2011 gemeinsam das STUDIO BESAU MARGUERRE in Hamburg betreibt, hat seine ganz eigene Handschrift entwickelt, die über das Zusammenspiel von Materialität, Form und Farbe ihren Ausdruck findet. Zu Beginn jedes Projekts erarbeiten die beiden Industriedesigner ein Gesamtkonzept. Bei der Elbphilharmonie war es die Umkehrung des White Cube: Da Architektur und Musik hier im Mittelpunkt stehen, sind die Möbel in dezenten Weißtönen gehalten, entfalten aber über ihre Materialität eine eigene Tiefe und Wärme. In anderen Projekten arbeitet das Duo mit lauten Farbtönen. Dabei fragen sie sich immer nach dem Erleben im Raum und generieren daraus eine Idee, die eine Geschichte erzählt.

Im Gespräch mit Jörg Thadeusz erzählen Marguerre und Besau, die auch privat ein Paar sind, vom Leben und Arbeiten unter einem Dach, von Design als Beruf und Berufung und davon, dass sie nie streiten.

In der Podcastreihe für Design, Marke und Innovation lädt der Rat für Formgebung branchenübergreifend Experten ein, über die aktuellen Herausforderungen in der Transformation zu diskutieren. Wir befragen außergewöhnliche Menschen zu aktuellen Themen, ungelösten Fragen und den besten Lösungen.

Sebastian Herkner: "Fokussiere dich auf das Handwerk."

Sebastian Herkner ist einer der angesagtesten Produktdesigner dieser Tage. Er entwirft Produkte für einige der namhaftesten Möbelhersteller der Welt. Dafür tourt er über Messen und durch die Welt, immer auf der Suche nach Ideen und Lösungen für gestalterische Aufgaben.
Besonderes Augenmerk legt er auf traditionelle Herstellungstechniken und ihre zeitgemäße Einbindung in den Designprozess. Er ist so etwas wie ein Artenschützer des Handwerks. Da aufgrund günstigerer Produktionsmöglichkeiten im Ausland viele Manufakturen hierzulande schließen mussten, arbeitet er seit Jahren bewusst mit lokalen Handwerksbetrieben. Die Zusammenarbeit mit dem Handwerk ist dabei zu einem wichtigen Teil seiner Designsprache geworden.

Im Gespräch mit Jörg Thadeusz erzählt Sebastian Herkner davon, wie es ist, als Offenbacher den Frankfurter Stuhl von Thonet neu zu interpretieren, über die wichtige Beziehung zwischen Auftraggeber und Designer und warum es ein Privileg ist, Designer zu sein.

In der Podcastreihe für Design, Marke und Innovation lädt der Rat für Formgebung branchenübergreifend Experten ein, über die aktuellen Herausforderungen in der Transformation zu diskutieren. Wir befragen außergewöhnliche Menschen zu aktuellen Themen, ungelösten Fragen und den besten Lösungen.

Judith Borowski: "Ein Millimeter ist keine Maßeinheit, sondern eine Distanz."

Die Marke NOMOS steht für Qualität und Präzision. Die Uhren, die in der Gestaltungshaltung des Bauhaus in Handarbeit in der kleinen Stadt Glashütte in Sachsen produziert werden, beeindrucken durch ein funktionales Design, das bereits mit mehr als 160 Preisen geadelt wurde. Das Modell Tangente gilt als meistgetragene Uhr im deutschen Bundestag. Niemand fertigt so viele mechanische Armbanduhren in Deutschland wie NOMOS.

Doch was genau ist das Besondere an einer NOMOS-Uhr? Was macht sie unverwechselbar? Welche Rolle spielt der Standort für ein solches auf Präzision angelegtes Produkt? Und wie schafft es eine so junge Marke, so viel Terrain in einem von Luxusmarken besetzten Markt gutzumachen?

Erik Spiekermann: "Wenn man es nicht lesen kann, ist es scheiße."

Seit Jahrzehnten übersetzt Kommunikationsdesigner und Schriftgestalter Erik Spiekermann Content in visuelle Formen – so beschreibt der Mitgründer von MetaDesign und Gründer der Agentur EdenSpiekermann seine Arbeit. Er hat mit Erfolg namhaften Unternehmen wie den Berliner Verkehrsbetrieben, The Economist oder Mercedes-Benz zu Neuauftritten verholfen. Verständlichkeit ist dabei für ihn das höchste Gebot, haptische Arbeit das Mittel seiner Wahl.

Was Schrift leisten kann, wieso nicht lesbare Schrift schlecht und das Design von Google zynisch ist – über diese und weitere Aspekte spricht Erik Spiekermann mit Moderator Jörg Thadeusz in der 5. Folge des ndion-Podcast.

In der Podcastreihe für Design, Marke und Innovation lädt der Rat für Formgebung branchenübergreifend Experten ein, über die aktuellen Herausforderungen in der Tranformation zu diskutieren. Wir befragen außergewöhnliche Menschen zu aktuellen Themen, ungelösten Fragen und den besten Lösungen.